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Was ist das Kameramodell?

Bilder, RAW-Kamerafotos und Videodateien können Exif-Informationen mit der Bezeichnung Camera Model enthalten. Finde heraus, was dieser Wert ist, wie er aussieht und warum er einen Blick wert ist.

camera-model

Camera Model ist der Name des konkreten Geräts, das die Datei aufgenommen hat. Während Camera Make dir den Hersteller nennt, sagt dir das Model, welche Kamera oder welches Handy dieses Herstellers verwendet wurde.

Welche Dateien sie enthalten

Alle Arten von Dateien, die mit einer Kamera erstellt wurden, können diesen Wert enthalten, egal ob es sich um eine Kompaktkamera, eine DSLR oder die Kamera in einem Handy oder Tablet handelt. Das umfasst Rohdatenformate wie NEF und CR2, komprimierte Bilddateien wie JPEG und TIFF sowie mit einer Kamera aufgenommene Videos wie MOV und MP4.

Das Gerät schreibt seinen eigenen Modellnamen in die Exif-Metadaten, wenn die Datei gespeichert wird. Der Wert stammt also von der Kamera und nicht von einer Person. Er wandert mit der Datei, wenn sie kopiert wird, und oft bleibt er erhalten, wenn sie in einem Editor geöffnet und erneut gespeichert wird. Beim Export fürs Web oder wenn du die Metadaten bewusst entfernst, wird er gelöscht.

Wie die Werte aussehen

Digitalkameras fügen ihren genauen Modellnamen ein, daher ist der Wert meist gut erkennbar:

  • Canon EOS 1300D
  • KODAK C310 DIGITAL CAMERA
  • DSLR-A330, was sich auf eine digitale Sony-Kamera bezieht

Bei Smartphones und Tablets ist der Modellname oft der Name des Geräts selbst:

  • iPhone 8
  • HTC One
  • Galaxy Nexus

Manchmal ist aus dem Wert nicht sofort ersichtlich, welche Kamera verwendet wurde. In solchen Fällen handelt es sich eher um einen internen Produkt- oder Komponenten-Code als um den Marketingnamen, zum Beispiel:

  • SM-G930V, der Code für ein Samsung Galaxy S7
  • E6810, was sich auf das Handy Kyocera DuraForce Pro bezieht
  • 8MPAF_S0, die Kamera, die in einem ET1-Tablet verbaut ist

Warum das für deine Datei wichtig ist

Für alle, die ein Archiv sortieren, ist Model das Feld, mit dem sich Bilder von einem Kameragehäuse oder Handy eindeutig von denen eines anderen trennen lassen. Das ist viel zuverlässiger, als sich zu merken, welche Reise mit welcher Kamera fotografiert wurde. Auch Bildbearbeitungsprogramme nutzen es: Raw-Konvertierung, Objektivverzerrungskorrektur und Rauschprofile werden pro Modell abgestimmt, daher entscheidet der Name darüber, wie die Datei interpretiert wird.

Es ist außerdem das eindeutigste der einfachen Gerätefelder und genau deshalb solltest du es dir vor einer Veröffentlichung anschauen. Ein Modellname grenzt eine Datei auf ein Produkt ein und kann zusammen mit einer Seriennummer auf eine einzelne physische Kamera hinweisen. In Kombination mit Aufnahmedatum und, bei Handys, einer GPS-Position lassen sich einige veröffentlichte Fotos zusammenführen und zu demselben Gerät zurückverfolgen. Der Wert verrät zwar nichts über deinen Namen, beschreibt aber deine Ausrüstung. Wenn du diese Information nicht weitergeben möchtest, entferne die Exif-Daten aus der Kopie, die du teilst.